Die 2012 veröffentlichte Zukunftsvision für Bern bis 2040 von Jürg Steiner und Stefan von Bergen fokussierte stark auf unternehmerische Grossprojekte und blendete soziale sowie kulturelle Entwicklungen weitgehend aus. Eine Zwischenbilanz 2026 zeigt, dass diese Prognosen teils von der Realität eingeholt wurden, etwa durch den Rücktritt des als Leitfigur stilisierten Marc Lüthi. Tatsächlich hat Bern in den letzten Jahren gerade im sozialen Bereich bedeutende Innovationen hervorgebracht, etwa bei der Frühförderung, der Kostenmiete oder der Verkehrsplanung. Die Lebensqualität der Stadt wird weniger durch spektakuläre Grossprojekte bestimmt als durch viele kleine, unsichtbare Elemente, was sich in Spitzenplatzierungen in internationalen Studien widerspiegelt. Ungelöste Probleme wie die tiefe Bio-Quote in der Landwirtschaft oder Blockaden zwischen Kanton und Stadt bleiben jedoch bestehen.
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