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Vom Freiämter Bauernhof bis in den Nationalrat und zuoberst in der SVP-Fraktion: Theo Fischer ist verstorben

Prometheus Redaktion

Theo Fischer wuchs auf einem Bauernhof auf, wo er schon früh den Puls der Landwirtschaft und der Bevölkerung spürte. Das politische Interesse wurde ihm sprichwörtlich in die Wiege gelegt, seit er am Weihnachtstag 1937 das Licht der Welt erblickt hatte. In seinem Elternhaus wurde stets viel politisiert, da sein Vater aktives Mitglied der damaligen Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) war. Sein eigenes politisches Fundament legte Fischer als Jugendlicher während seiner Zeit an der Kantonsschule in Aarau. Als dort das Aargauer Jugendparlament ins Leben gerufen wurde, gestaltete er dieses engagiert mit. Es war der Startschuss für eine beeindruckende politische Karriere. Vom Grossen Rat bis nach Bern Sein Weg führte ihn zunächst in die kantonale Legislative. Von 1973 bis 1981 vertrat er die Anliegen der SVP im Grossen Rat in Aarau. Im November 1979 gelang ihm schliesslich der Sprung auf die nationale Bühne mit der Wahl in den Nationalrat. «In Bern erarbeitete er sich rasch über Parteigrenzen hinweg grossen Respekt für seine Dossierfestigkeit und seine vermittelnde, aber klare Art», schreibt die SVP-Ortspartei Wohlen-Anglikon in ihrem Nachruf. Dort war Fischer ein langjähriges Mitglied. Seinen politischen Höhepunkt auf Bundesebene erlebte er von 1995 bis 1998, als er die SVP-Fraktion im Nationalrat als Fraktionschef anführte. Damals gehörten Personen wie Toni Brunner, Christoph Blocher, Ernst Hasler oder Ueli Maurer zur SVP-Fraktion. Nach genau 20 Jahren unermüdlichen Wirkens im Bundeshaus trat Theo Fischer bei den Parlamentswahlen 1999 nicht mehr an und verabschiedete sich aus der Bundespolitik. Ein bleibendes Fundament Trotz seiner grossen politischen Erfolge in Bern blieb Theo Fischer zeit seines Lebens im Freiamt tief verwurzelt. Als Notar in Wohlen stand er den Menschen in seiner Region während fast 50 Jahren stets mit Rat und Tat zur Seite. «Seine Heimatsektion, die SVP Wohlen-Anglikon, verliert mit ihm ein treues Mitglied, ein politisches Vorbild und einen guten Freund», wird der Häggliger von der SVP gewürdigt. Letztmals in der Öffentlichkeit in Erscheinung trat Fischer im November 2019 bei der Wahlfeier von Jean-Pierre Gallati in den Regierungsrat. Diese Zeitung schrieb damals: «Mit 82 Jahren wohl zu den ältesten Gratulanten im Saal gehörte Alt Nationalrat Theo Fischer aus Hägglingen, der als fairer und kompetenter SVP-Politiker parteiübergreifend geschätzt und respektiert wurde.» Am vergangenen Mittwoch, 3. Juni, ist Theo Fischer im Alter von 88 Jahren verstorben. (az)

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