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Bunt, laut und friedlich: CSD zieht durch Düsseldorf

Prometheus Redaktion

Tausende ziehen durch Düsseldorf - um Vielfalt zu feiern und für die Menschenrechte queerer Communitys zu demonstrieren. Beim CSD blieb alles friedlich, Autofahrer*innen in der Innenstadt brauchten aber Geduld. Unter dem Motto «Wir bleiben bunt und laut!» sind Tausende Menschen zum Christopher Street Day (CSD) lautstark durch Düsseldorf gezogen. «Für mehr Liebe in der Welt» oder «CSD statt AFD» stand auf Transparenten, die die Teilnehmer*innen hochhielten. Manche waren bunt kostümiert, manche im Alltagslook. Das ESC-Finale in Wien hatte zig Millionen weniger als Basel im vorigen Jahr. Lag es am Israel-Boykott? Ein Teilnehmer mit grossem Kreuz und Priestergewand forderte auf seinem Transparent «Kirche sollte bunter werden». «Only very fragile Egos fear Equality» («Nur sehr zerbrechliche Egos fürchten Gleichberechtigung»), hiess es auf einem anderen Transparent. «Wir für Vielfalt» stand auf einem großen Banner. Friedlicher Zug - und Verkehrschaos Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf 6'000, erwartet worden waren rund 7'500 Menschen. Rund um den Zug, der in diesem Jahr auf einer besonders langen Route durch die Innenstadt führte, blieb alles friedlich. Allerdings habe es massive Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Autofahrer hätten aber Verständnis gezeigt. Nach juristischen Streitigkeiten (MANNSCHAFT berichtete) haben Tausende Menschen auch in Dresden CSD gefeiert. «Es verlief alles störungsfrei», berichtete ein Polizeisprecher. Am Nachmittag war noch eine Gegendemonstration aus dem rechten Spektrum angemeldet, aber abseits des CSD – es wurde daher laut Polizei keine direkte Konfrontation erwartet. Das bunte und laute Treiben fand bei anfangs leicht regnerischen, aber sommerlich warmen Wetter statt. Veranstalter und Polizei sprachen von jeweils Tausenden Teilnehmern.Im Vorfeld hatte es einen wochenlangen Streit um die Einstufung des Festes gegeben. Rund um die Kundgebung findet ein mehrtägiges Strassenfest mit Aktionen und Partys verschiedener Organisationen statt, zu dem ebenfalls Tausende Besucher erwartet werden, wie die Veranstaltenden auf ihrer Webseite mitteilte. Neben queeren Menschen besuchen auch sogenannte «Allies» die Festlichkeiten - also Menschen, die die queere Community aktiv unterstützen. Mit dem Christopher Street Day wird jedes Jahr in vielen Städten weltweit an die Rechte queerer Menschen erinnert. Rückblick auf die Mülheimer Theatertage: Queeres Erzählen auf der Bühne: Zarte Schwärmerei und schwule Verletzlichkeit (MANNSCHAFT berichtete).

mannschaft.com

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