Trump steckt in einer Pattsituation seines selbst mitentfachten Iran-Konflikts fest: Eine Entscheidung zwischen Waffenstillstand oder Eskalation blieb nach Beratungen im Weißen Haus aus. Die USA drohen mit Zerstörung, Irans Revolutionsgarden zeigen sich gelassen und betonen tiefes Misstrauen. Ein angebliches Memorandum of Understanding (MoU) wird widersprüchlich interpretiert – etwa zur Öffnung der Straße von Hormuz, zum iranischen Uran oder zu Sanktionsaufhebungen. Netanjahu fürchtet einen übereilten Deal Trumps, der innenpolitisch unter Druck steht: Der Krieg treibt die Inflation, ist in der US-Bevölkerung unpopulär und könnte den Republikanern bei den Zwischenwahlen schaden. In Israel hingegen befürwortet eine Mehrheit den Krieg weiterhin, eine breite Protestbewegung gegen Netanjahu bleibt aus.