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Die «NZZ» verkündet: «Der dritte Weltkrieg hat begonnen»

Prometheus Redaktion
Die «NZZ» verkündet: «Der dritte Weltkrieg hat begonnen»

Die meisten Leserinnen und Leser verstehen unter drittem Weltkrieg einen fürchterlichen Krieg mit Atomwaffen, der die Zivilisationen weitgehend zerstört. Die vollständige Schlagzeile im Betreff der «NZZ»-Mails lautete: Falls China den dritten Weltkrieg tatsächlich bereits losgetreten hat, kann er nicht so schlimm sein. Denn China hat kein Land mit Waffen angegriffen, geschweige denn mit Atomwaffen. Den «NZZ»-Bericht«exklusiv für Pro-Abonnenten» hat Redaktor Lukas Mäder verfasst, der auf Geopolitik spezialisiert ist. Infosperber stellte ihm einige Fragen. Die Antworten trafen von Julia Ochsner ein, «Junior Kommunikationsspezialistin» der «NZZ»: Infosperber: Warum «China gegen die USA» und nicht die USA gegen China? Antwort «NZZ»: Beide Formulierungen sind möglich. Das Wort «gegen» ist im Sinne von «gegeneinandergerichtetes Agieren» verwendet. Die verwendete Formulierung passt jedoch besser, da China als aufstrebende Weltmacht die bestehende Weltmacht USA seit einigen Jahren herausfordert. Verharmlosen Sie die beiden bisherigen Weltkriege und insbesondere die Gefahr eines dritten Weltkriegs, wenn Sie Ihre Leserschaft informieren, dass der dritte Weltkrieg bereits begonnen hat? Nein. Der Begriff «Krieg» wird in unterschiedlichen Kontexten verwendet (zum Beispiel bei «Wirtschaftskrieg»), die nicht immer Tod und Zerstörung beinhalten. Im Text wird dargelegt, warum die Kriege in der Ukraine oder in Iran als Teil eines grösseren weltpolitischen Konflikts gesehen werden können, der erst begonnen hat. Belegen Ihre unten zitierten weiteren Ausführungen*, dass der dritte Weltkrieg begonnen hat? Der Text führt aus, in welchem Sinne der Autor den Begriff Weltkrieg verwendet: nicht als militärischer Grosskonflikt von vier oder fünf Jahren, wie im 20. Jahrhundert, sondern als Zeitalter der hybriden Kriege, welches bereits vor einigen Jahren begonnen hat und noch Jahre oder Jahrzehnte andauern wird. ________ Am 8. Juni verbreitete die «NZZ» den Beitrag auch in der gedruckten Ausgabe. Aus dem «dritten Weltkrieg» wurde der «nächste Weltkrieg»: ______________ *«NZZ»-Redaktor Lukas Mäder schrieb in seiner Mail zu China: «China nutzt die Kriege in Iran und in der Ukraine geschickt, um seine geopolitische Position zu stärken. Die USA wiederum schwächen sich selbst, indem sie sich von ihrem Verbündeten Europa abwenden. Der Konflikt zwischen China und den USA hat bereits vor Jahren mit dem Handelskrieg begonnen. […] Die Entwicklung der vergangenen Monate deutet eher darauf hin, dass es zu längerfristigen hybriden Konflikten unterhalb der Kriegsschwelle kommen wird, die nur in Teilen in eine vorübergehende militärische Auseinandersetzung münden. Die Ära der Grauzonen-Konflikte hat bereits begonnen und könnte noch Jahrzehnte dauern. Das zeigt der Iran-Krieg. Bei China stellt sich die Frage, was diese Entwicklung für den Taiwan-Konflikt bedeutet. Der hybride Krieg ist dort bereits in vollem Gange – mit militärischer Einschüchterung, Cyberangriffen und starker politischer Einflussnahme. Viele Beobachter erachten es beinahe als gegeben, dass China in den nächsten Jahren einen militärischen Angriff lancieren wird. Doch das ist nicht sicher. Ein wichtiger Grund spricht dagegen: China mag keine Unsicherheit. Doch genau das brächte ein Krieg gegen Taiwan. Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors Keine _____________________ ➔ Solche Artikel sind nur dank Ihren SPENDEN möglich. Spenden an unsere Stiftung können Sie bei den Steuern abziehen. Mit Twint oder Bank-App auch gleich hier: _____________________ Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

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