Quelle: globalbridge.ch
Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan erlebt derzeit eine politische Sternstunde: Rund 50 Staats- und Regierungschefs kamen zum Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) nach Jerewan – ein Novum für den Südkaukasus. Das Treffen symbolisiert Armeniens Abkehr von Russland und seine Hinwendung zur EU. Frankreichs Präsident Macron würdigte diesen Wandel als Beginn einer neuen Ära und unterzeichnete ein Abkommen zur strategischen Zusammenarbeit. Die EPG, ursprünglich als Reaktion auf den Ukraine-Krieg gegründet, positioniert sich bewusst sowohl gegen Russlands Präsidenten Putin als auch gegen US-Präsident Trump. Ein symbolträchtiger Moment war ein gemeinsamer Musikauftritt von Macron und Paschinjan. Die vorgezogenen Parlamentswahlen am 7. Juni gelten als wegweisend für Armeniens künftige geopolitische Ausrichtung zwischen EU-Annäherung und russischem Einfluss.