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Europäisches Grenzregime:Über dem endlosen Blau

WOZ
Europäisches Grenzregime:Über dem endlosen Blau

Quelle: woz.ch

Zwei Monate vor Inkrafttreten der EU-Asylreform (Geas) zeigt sich auf Lampedusa die Realität der europäischen Abschottungspolitik. Die Insel ist ein zentraler Ort der tödlichsten Grenze der Welt, an dem seit 2014 mindestens 26.000 Menschen im Mittelmeer starben. Die Reform, von Konservativen als Lösung gefeiert, bringt beschleunigte Grenzverfahren und Abschiebungen, stellt aber den Höhepunkt einer gescheiterten Abschottungsstrategie dar. Seenotretter von Sea-Watch dokumentieren seit Jahren, wie die libysche Küstenwache Boote verschleppt und europäische Schiffe ihrer Rettungspflicht nicht nachkommen. Allein bis April 2026 gab es so viele Tote und Vermisste wie nie zuvor. Auf Lampedusa prallen die Gegensätze aufeinander: zwischen Touristen, Sicherheitskräften, geretteten Migranten und Frontex-Beamten, die nach Feierabend Bier trinken.

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