Die FDP Winterthur scheitert mit ihrer Volksinitiative zur Schuldenreduktion im Stadtparlament deutlich. Nur die SVP unterstützte das Anliegen, jedoch mit Vorbehalten. Die Initiative verlangt, die Nettoverschuldung über acht Jahre um jährlich 200 bis 300 Millionen Franken zu senken. Der Stadtrat lehnt die Vorlage ab, da die Nettoverschuldung keine aussagekräftige Kennzahl sei und die geforderte Senkung zu drastisch ausfalle. Selbst der FDP-Stadtrat Stefan Fritschi sprach sich dagegen aus. Mitte, GLP und EVP schlossen sich der Ablehnung an, da die Einsparungen zu schmerzhaft wären. Die Grünen bezeichnen eine Annahme als „mittlere Katastrophe“. Finanzvorsteher Kaspar Bopp (SP) hält die Initiative für unnötig, sieht aber Handlungsbedarf bei den laufenden Kosten. Die FDP verteidigt ihre Initiative als langfristige Anregung zur Entlastung künftiger Generationen.