Quelle: Journal21
Ein Aushilfslehrer ohne Lehrdiplom schildert im «Schweizer Monat» erschreckende Zustände an Zürcher Schulen, darunter chaotische Klassen, überforderte Lehrkräfte und eine Pädagogik, die Autorität meidet. Trotz des alarmierenden Berichts und seiner Nachdrucke in der NZZ am Sonntag blieb eine öffentliche Debatte oder bildungspolitische Reaktion aus, was die Frage aufwirft, ob das teuerste Bildungssystem Europas nicht zumindest eine ehrliche Selbstprüfung verdient hätte. Das Schweigen deutet auf eine tiefere Unfähigkeit hin, Probleme offen anzusprechen, ohne sofort als rückwärtsgewandt oder autoritär abgestempelt zu werden.